Die Konstablerwache

...in Frankfurt am Main!


Konstablerwache

Inmitten des Zentrums der Metropole Frankfurt am Main befindet sich mit der Konstablerwache einer der größten Plätze der Stadt. Sie ist Teil der Fußgängerzone und durch die bekannte Einkaufsstraße Zeil mit der Hauptwache, einem weiteren zentralen Platz, verbunden. Verkehrstechnisch hat die Konstablerwache eine wichtige Funktion als Knotenpunkt des Schnellbahnverkehrs. Fast alle S-Bahn-Linien und vier U-Bahn-Linien verkehren hier unterirdisch und bieten den Fahrgästen komfortable Umsteigmöglichkeiten. Mit rund 190.000 Fahrgästen passieren die Konstablerwache täglich so viele Menschen, wie eine mittlere Großstadt an Einwohnern hat.


Geschichte

Ursprünglich befand sich auf dem Terrain ein Zeughaus der Frankfurter Stadtwehr aus dem Jahre 1544. Hieraus entwickelte sich im Laufe der Zeit zuerst eine Wachstation und schließlich ein Polizeirevier. Der historische Name des Platzes bezeugt den militärischen Charakter der einstmals hier ansässigen Einrichtungen. Konstabler waren aufsichtführende hochrangige Personen, die auch militärische und diplomatische Aufgaben wahrzunehmen hatten. In Frankreich, auf der Iberischen Halbinsel und auch in Großbritannien ist der Begriff des Konstablers geläufiger, hatte jedoch auch hier in Frankfurt eine Tradition, wie der Name des Platzes hinreichend dokumentiert. Da die Kapazitäten des als Polizeirevier genutzten Gebäudes in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts nicht mehr ausreichten, musste es durch ein neues Polizeipräsidium ersetzt werden. Dieses übernahm auch die Aufgaben der Hauptwache, die gleichfalls als Revier genutzt wurde. Das Gebäude der Konstablerwache wurde im Jahr 1886 abgerissen. An seiner Stelle entstanden viele neue Geschäftshäuser.

Entstehung

Aus der einst engen Straßenkreuzung entstand mit dem Bau der Neuen Zeil ein größerer Platz. Der Durchbruch zum Verkehrsknoten für die Straßenbahn und den aufkommenden Automobilverkehr erfolgte jedoch erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die infolge des Zweiten Weltkriegs zerstörten Häuser wurden nicht wieder aufgebaut, sodass auf dem Platz eine große und weite Fläche entstand. In den darauf folgenden Jahren wurde sie zu einer Fußgängerzone ausgebaut. Damit eine Platanenbepflanzung trotz des unterirdischen Schnellbahnverlaufs möglich wurde, musste der Platz um 80 cm angehoben werden. Das dadurch entstandene Podest ist über Stufen erreichbar und geben der Konstablerwache ihr Gesicht.


Durch größere verkehrstechnische Umbaumaßnahmen wurden die Straßenbahnen, die einst hier verkehrten, still- oder auch auf neue Strecken umgelegt. Unumstritten ist die verkehrstechnische Bedeutung des Untergrundes als Schnellbahnknoten für die Stadt Frankfurt am Main. Das Leben und die Gestaltung der "überirdischen" Konstablerwache hingegen ist Gegenstand von kontroversen Diskussionen. Bürgerinitiativen verfolgen das Ziel die Konstablerwache als belebten Treffpunkt inmitten der Stadt zu erhalten und die Platzgestaltung an den Gewohnheiten und Bedürfnissen der Bürger zu orientieren. Das Podest, das einst gegen den Willen der Bürger gebaut wurde, wollen die Verantwortungsträger nunmehr gegen den Willen der Bürger wieder absenken. Geplant sind dabei neue Bebauungen, von denen man jedoch befürchtet, dass sie etablierte Nutzungen wie den Bauernmarkt, der an zwei Tagen in der Woche hier stattfindet, verdrängen könnten. Laut aktuellen Planungen müssen die Platanen, die hier einst angepflanzt wurden dann wieder entfernt werden.


Fazit

Wie auch immer die Planungen zur Neugestaltung der Konstablerwache umgesetzt werden - in der Stadt Frankfurt am Main wurde schon immer etwas mehr gebaut als andernorts und solange umgebaut bis sich eine Lösung abzeichnete, mit der alle leben konnten. Warum sollte es diesmal anders sein?


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